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Geographie, Klima, Reisezeit, Flora,Fauna
Die zu Spanien gehörenden Kanaren liegen ein paar hundert Kilometer vor der Westküste Afrikas. Aufgrund des dort vorbeifliessenden Golfstroms ist es dort das ganze Jahr über mindestens frühlingshaft. Ein Grund dort Urlaub zu machen, wenn es bei uns mal wieder fieses Wetter hat. Unsere Wahl fällt auf Gomera, das Eiland, das durch seine Wildheit und schlechte Erreichbarkeit nicht allzu überlaufen ist. Das ovale Gomera ist 20 mal 25 km klein.

Es hat relativ wenige Straßen, steile Anstiege bis auf 1.500m. Rund 50 Erosionstäler, im spanischen Barrancos genannt, zerklüfteten die Insel. Ihre Tiefe von 500 m macht eine Reise von Ort zu Ort recht aufwendig, aber auch sehr reizvoll. Die meisten Wege sind nur zu Fuß zurückzulegen, also findet man sehr viel Unberührtes.

Es gibt ein abwechslungsreiches Klima, die Vegetation wechselt mit. Normalerweise weht der Nortostpassat.

Im Norden ist es also bewölkt (und damit auch kälter), die Luft steigt in die kälteren Höhen und regnet dort zwischen 600m und 900m ab. In den Höhenlagen zwischen 800 bis 1.500 m ist es durch die enstehenden Wolken meist neblig und sehr feucht. Hier wächst ein Relikt aus der dem Altertum der Erde (Tertiär): Der Lorbeerregenwald, das sich nur auf den Inseln halten konnte.

In Höhen über 1.500 m (nur auf Teneriffa) gibt es nur kargen alpinen Wuchs.

Das herabfliessende Wasser bietet hervorragende Bedingungen für die mehrere Ernten jedes Jahr. Es gedeien Früchte wie Papayas, Mangos, Bananen und Wein, aber auch Avocados und Kartoffeln.

Apropos Bananen: in Plantagen wachsen sehr leckere Exemplare, die Früchte der hier kultivierten Gattung sind zu klein für die EU-Norm, da somit der Export unterbleibt, haben die Bauern ein Problem und unsere Exemplare kommen verrückterweise von weiter her.

Im Süden halten sich außer bei Bewässerung nur wasserspeichernde Pflanzen, an erster Stelle Wolfsmilchgewächse. Aus Südamerika importierte Spezies sind Agaven und Opuntienkakteen, die hier jetzt vielfach das Inselbild dominieren.

Wunderschön sind auch die kanarischen Dattelpalmen.

Die Fauna ist nicht sehr groß. Wild gibt es nur Geckos, Eidechsen, Skunks, Falken, Papageien und Kleinvögel, Fledermäuse, Kakerlaken und weniger unangenehme Insekten. Angenehm: Es gibt weder Schlangen noch Skorpione, die uns Wanderer zwicken könnten.

Interessanter ist es wohl unter Wasser. Neben Haien, Walen, Delphinen und dem leckeren Thun (der dann auch auf keiner Speisekarte fehlt...) gibt es viel schillerndes – haben wir aber nicht ertaucht.

Historie
Die Kanaren sind 1490 von den Spaniern erobert worden. Die Widerstand leistenden Ureinwohner mit einer Steinzeitkultur, über die nur wenig bekannt ist, wurden weitgehend ausgerottet. Der Rest vermischte sich schnell mit den Spaniern. Von hier ist Kolumbus 2 Jahre später zur Entdeckung Amerikas gestartet. Das hier leider mit den „Indern“ genauso verfahren wurde ist ja bekannt. Fragt sich wer höher entwickelt war...

Tourismus
Gomera ist – wie viele andere Ziele – von den Hippies für den Tourismus entdeckt worden. Mittlerweile ist das Angebot an Tai Chi, Selbsterfahrung und ähnlichem groß, zum Teil wohl für die mittlerweile Etablierten.

Der ganz große Boom kommt wohl nicht. Es fehlen die klassischen Sandstrände und. Discos. Einen internationalen Flughafen hatte die Insel seinerzeit nicht, die Anreise gestaltet sich somit recht aufwendig.

Wir sind quer über die Insel gewandert und haben dies sehr genossen. Erstaunlich wie vielfältig es hier ist. Oft hat uns der Regen schwer erwischt, was aber nicht schlimm ist – alles trocknet in Stunden.

Küche
Die kanarische Küche ist kräftig und bodenständig. Es gibt Einflüsse aus Südamerika und Spanien. Verwendet wird viel Fleisch, Kaninchen und Ziege. Es gibt nette Eintöpfe, Mochos (grüne und rote Soßen zum Tunken) und die typisch spanischen Tapas (kleine Happen).

Hier ein typisches Gericht: Bruzzelnde Gambas, 4 Personen

Zutaten:

300g Garnelen



Zubereitung: Ganz einfach. Den zerdrückten Knobi und dem Chili im Öl bräunen. Die abgetupften Gambas eine Minute bruzzeln und in der Pfanne im noch heißen Öl servieren. Achtung, in doppelter Hinsicht HOT!